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Mechthild Gründer, Rosa Kleiner, Hartmut Nagel
Wie man mit Kindern
darüber reden kann

Ein Leitfaden zur Aufdeckung sexueller Misshandlung. Votum 1997

Aus dem Klappentext:

"Viele Kinder - Mädchen und Jungen - sind von sexueller Misshandlung betroffen. Sowohl diejenigen, die beruflich mit Kindern zu tun haben, als auch Eltern wissen häufig nicht, wie sie reagieren sollen, wenn sie einen Verdacht haben. Da sexuell misshandelte Kinder häufig in sehr enger Beziehung zum Misshandler oder zur Misshandlerin stehen, fällt es ihnen besonders schwer, über das, was ihnen passiert ist, zu reden. Kinder werden zudem in den meisten Fällen eingeschüchtert und entwickeln Schuldgefühle. Sie schämen sich, weil sie genau wissen, dass das, was mit ihnen geschieht, nicht sein darf. Also schweigen sie zunächst oder leugnen oder bagatellisieren. Gleichzeitig machen sie Erwachsene auf ihre Situation aufmerksam, indem sie Signale geben und Symptome zeigen, da der Versuch, sich mitzuteilen, Für sie häufig mit großen Ängsten verbunden ist. 

Ganz behutsam nur kann ein Kind zum Sprechen gebracht werden, kann das, was geschehen ist, aufgedeckt werden. Wesentlich dabei ist, die Gefühle der Kinder zu respektieren und ihre Ängste ernst zu nehmen. Denn oft ist die ganze Familie in das Misshandlungsgeschehen verwoben und das Kind fühlt sich Für das, was nun an Dynamik entsteht, verantwortlich.

Die Autorinnen und der Autor dieses Buches arbeiten seit langen Jahren mit sexuell misshandelten Kindern und führen Erziehende in das Gespräch mit den betroffenen Kindern ein. So soll dieses Buch ganz konkret helfen, sexuelle Misshandlung aufzudecken und Kindern Hilfe anzubieten."

Es werden wichtige Vorüberlegungen und Rahmenbedingungen für Fälle dargestellt, in denen bei einem Kind sexualisierte Gewalt vermutet wird. Es werden konkrete Hinweise gegeben, wie bei einer vagen Vermutung gezielte Maßnahmen der HelferInnen dazu beitragen können, dass diese sich erhärten lässt bzw. sich als falsch erweist. Hierzu werden Teilschritte aufgezeigt, die helfen, die Maßnahmen zu strukturieren. Ferner wird der inhaltliche und methodische Aufbau von Gesprächen mit Kindern erläutert und auf die Gefahren der Suggestibilität hingewiesen. Abschließend werden fünf Gesprächsbeispiele mit Kindern aufgezeigt, die typische Problemlagen in so genannten "Aufdeckungsgesprächen" deutlich werden lassen. Das Buch ist knapp und verständlich geschrieben und bietet sicherlich einen geeigneten ersten Einstieg in das Thema Gesprächsführung mit Kindern. Die Gesprächsbeispiele sind jedoch m.E. nach nicht unbedingt nachahmenswert, da sie teilweise kompliziert im Satzaufbau sind und eine ganze Reihe Suggestivfragen beinhalten, die ja tunlichst vermieden werden sollten. (Angela May) 


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Heinz-Peter Röhr

Ich traue meiner Wahrnehmung

Die meisten von sexuellem und emotionalem Missbrauch Betroffenen reden niemals über das Verbrechen, das an ihrem Körper, ihrem Geist und ihrer Seele begangen wurde, und leiden ein Leben lang unter der entstehenden Isolation. Diese zu durchbrechen ist das Ziel des vorliegenden Buches. Es vermittelt anhand des Märchens "Allerleirauh" in anschaulicher Weise das notwendige Wissen über Entstehung, Verlauf und Heilungsmöglichkeiten. Das Buch stellt auch einen Zusammenhang her zwischen Missbrauchserfahrung und Suchtverhalten. Heinz-Peter Röhr, Jahrgang 1949, Pädagoge und Psychotherapeut an der Fachklinik Fredeburg Für Suchtmittelabhängige. Rege Vortragstätigkeit, Publikationen zu Suchtproblemen, Essstörungen etc.

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letzte Aktualisierung am: 23. June 2008