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Pr?ention von sexuellem Missbrauch bedeutet:

  • geschlechtsspezifisch arbeiten
    M?chen und Jungen haben ungleiche Alltagsrechte und Entfaltungsm?lichkeiten. Sie ben?igen unterschiedliche Strategien und Methoden, um Selbstbestimmung und Autonomie zu erreichen.

  • parteilich arbeiten
    In der praktischen Arbeit, in der Sprache und in Forschungsans?zen ergreifen wir Partei F? M?chen, Jungen, die durch sexuelle Gewalt bedroht sind oder traumatisiert wurden und st?ken sie.

Sexuelle Ausbeutung ist Ausdruck einer Gesellschaftsstruktur,

in der ein Machtungleichgewicht zugunsten von M?nern herrscht. Durch dieses Machtgef?le wird Machtmissbrauch - wie er sich in sexueller Gewalt ??rt - erst m?lich. Sexualisierte Gewalt ist eine geplante und ?erwiegend von m?nlichen Personen begangene Gewalttat und liegt in der Verantwortung der T?er. Ihr Handeln ist eingebettet in gesellschaftliche Zusammenh?ge, die dieses Verhalten f?dern. Ihre Taten werden geduldet, verschleiert, verleugnet und bagatellisiert. Unter Pr?ention von sexuellem Missbrauch an M?chen wie auch an Jungen kann in einer patriarchalisch strukturierten Gesellschaft nur der Versuch verstanden werden, eine systematische Neuorientierung im Denken und Handeln einzuleiten. Diese muss sich in den Interessen, Bed?fnissen und Erfahrungen der von sexuellem Missbrauch Betroffenen und Gef?rdeten verpflichtet f?len und sich auf ihre Seite stellen.
Heute noch g?gige Denk- und Arbeitsweisen bei Erziehenden, der Sozialarbeit, P?agogik, Psychologie, Medizin, Justiz und anderen Bereichen tragen zum Versagen bisheriger Pr?ention von sexuellem Missbrauch und zum entw?digenden Umgang mit Betroffenen bei, indem sie

  • Interessen sowie St?ken und Verletzungen von Betroffenen ignorieren
  • die Abh?gigkeits- und Unterdr?kungsverh?tnisse als scheinbar unver?derbare Einzelschicksale interpretieren
  • die Verantwortung F? die Gewalttat mit dem Verhalten der Opfer verkn?fen.

Wenn wir uns daf? einsetzen, dass ...

  • die Familie nicht mehr zum alleinigen Schutzraum F? M?chen hochstilisiert wird
  • Sexualisierte Gewalt nicht l?ger als Ausdruck eines "?ersteigerten Sexualtriebes" verstanden wird
  • sexuelle Bel?tigung nicht l?ger als "Kavaliersdelikt" heruntergespielt wird
  • die Benachteiligung von M?chen aufgrund ihrer Geschlechtszugeh?igkeit nicht mehr hingenommen wird
  • betroffenen M?chen nicht mehr unterstellt wird, sie h?ten den T?er verf?rt, provoziert oder ihre Einwilligung gegeben
  • sie sexualisierte Darstellung von M?chen nicht mehr hingenommen wird
  • Pornographie mit M?chen und M?chenprostitution nicht l?ger als lukratives Hobby betrachtet wird
  • M?chenprostitution in anderen L?dern nicht l?ger als harmlose "Touristenattraktion" gesehen wird

dann tragen wir dazu bei, dass sexualisierte Gewalt an M?chen aufh?t.

Wenn wir gegen die Vorstellung angehen, dass ...

  • es sexualisierte Gewalt an Jungen nicht gibt
  • Jungen ?erwiegend von ihren M?ter n oder von Schwulen sexuell missbraucht werden
  • Jungen das Erleben von sexuellen ?ergriffen problemlos verkraften
  • die Entscheidung von Jungen, sich zu prostituieren, nicht Ausdruck einer Notlage sei
  • Sexualit? zwischen M?nern und Jungen eine emanzipatorische Erfahrung F? Jungen sein k?nte
  • die Familie der alleinige Schutzraum F? Jungen sei

dann tragen wir dazu bei, dass sexualisierte Gewalt an Jungen aufh?t.


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