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Die Autorin stellte in Gesprächen mit missbrauchten Frauen fest, dass eine Vielzahl ihre ganz eigenen Strategien entwickelt und gelernt haben, aus dem erlebten Missbrauch positive Ansätze Für ihr Leben zu gewinnen. Frauen, die ihren Weg aus der Krise gesucht und gefunden haben, um - oftmals nach jahrzehntelanger Bewältigungsarbeit - ein angstfreies, glückliches und zufriedenes Leben ohne körperliche Beschwerden zu führen. Dieser „positive" Ansatz galt als Auslöser Für das Buch. Die Autorin beschreibt in 13 Porträts unterschiedliche persönliche Methoden zur Bewältigung der vielfältigen psychischen und physischen Spätfolgen sexualisierter Gewalt. Die dargestellten Frauen unterschiedlichen Alters, sozialer Herkunft und Lebenssituation haben sich - bis auf eine - erst nach Jahren an den Missbrauch erinnert. Unter ihnen befinden sich Künstlerinnen, Lehrerinnen, Dozentinnen, Unternehmerinnen, Angestellte, Sozialhilfeempfängerinnen im Alter von 35 bis 60 Jahren. Die Autorin möchte mit ihrem Buch allen missbrauchten Frauen Mut machen, ihr Schweigen zu brechen, mit dem Ziel, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten und zu einer positiven Lebenseinstellung zu gelangen. Im Kapitel Rück- und Ausblick werden die Themen Erinnerung an den Missbrauch, Den Täter anzeigen?, Vom überleben zum Leben, Vergeben und Verzeihen, Veränderungen in Liebesbeziehungen, Realisierung von Träume und Visionen noch einmal zusammenfassend behandelt. Abgerundet wird das Buch durch Kurzdarstellungen von Therapiemethoden sowie einer Literaturliste und der Auflistung von Beratungsstellen. Das Buch soll Vorurteile und Berührungsängste abbauen und den Dialog zwischen Missbrauchten und Nicht-Missbrauchten fördern. Daher richtet es sich auch an Leser, die sich über das Thema informieren und die Auswirkungen sexueller Gewalt in der Kindheit kennen lernen möchten, um Reaktionen missbrauchter Frauen einschätzen und diesen Verständnis, Hilfestellungen und Unterstützung bei ihrem Genesungsprozess entgegenbringen zu können. In 13 Porträts werden unterschiedliche persönliche Strategien und Methoden zur Bewältigung der vielfältigen psychischen und physischen Spätfolgen von sexuellem Missbrauch beschrieben. Die Autorin zeigt Entwicklungen von Frauen, die ihren Weg aus der Krise gesucht und gefunden haben. Dieser „positive" Ansatz ermöglicht es den porträtierten Frauen - unterschiedlichen Alters, sozialer Herkunft und Lebenssituation - heute, ein angstfreies, glückliches und erfolgreiches Leben zu führen. Die Erfahrungen und Wege der Frauen rufen zur Diskussion des tabuisierten Themas auf und geben Betroffenen eine Ideenfindung zur Bewältigung des eigenen Schicksals. Dieses Buch kann man immer wieder zur Hand nehmen und sich gute Tipps und Ideen herausholen, wenn man in Depressionen und schlechten Gefühlen zu versinken droht. Es ist aber eher geeignet Für Frauen, die Therapieerfahrungen haben und weniger Für Menschen, die ihren Missbrauch gerade erst erinnern. (Sonia Kleinmann, Berlin) Die Autorin: Heike Blödorn M.A., Jahrgang 1958, studierte in Köln Anglistik, Politikwissenschaft und Romanistik. Nach erfolgreicher Tätigkeit in der Industrie gründete sie 1988 eine PR-Agentur. Seit dieser Zeit ist sie als PR-Beraterin und Fachjournalistin tätig. Sie kann zahlreiche Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften aufweisen. Da sie selbst als Kind Opfer sexualisierter Gewalt wurde, hat sie sich seit Jahren mit diesem Themengebiet befasst. Daraus entstand die Idee Für dieses Buch.
Aus dem Klappentext: Die vorliegende Autobiographie überzeugt durch ihre ursprüngliche Sprache. Eine Sprache, die das Grauen sexueller Gewalt in der Kindheit nahezu mit-leiden lässt. Die Autorin lässt die Leserin und den Leser gleichsam mit sich aufwachsen. An passender Stelle sind statistisches Zahlenmaterial und wissenschaftliche Forschungsergebnisse in den Text eingeflochten, die den gesellschaftlichen Zusammenhang dieses Verbrechens deutlich machen. Das Buch spannt so den Bogen zwischen Biographie und Dokumentation."Ein fast 400 Seiten starkes Buch über den frühkindlich beginnenden Sexuellen Missbrauch durch den Vater unter Mitwirkung der Mutter. Olga Masur schildert zunächst aus der Sicht des noch sehr jungen Mädchens ihre Erinnerungen an die Kindheit. Lesend begleitet man sie auf dem Weg zum Erwachsenwerden und damit zur (Wieder-) Entdeckung des Traumas und ihre Reaktionen darauf. Masur ergänzt ihre eigenen Erfahrungen mit Zitaten aus der Fachliteratur, wirft Diskurse aus eigener Perspektive auf und spannt den Bogen zu neuralgischen Punkten des Feminismus. Ihre präzisen und pointierten Schlussfolgerungen, die mitunter auch ausgesprochen witzig sind, geben dem Buch eine sehr individuelle Note." (Veröffentlicht in P&P 4/2000)Sonja Tanner, Christina Peter, Stefan Studer „Verratene Kindheit"Eine von sexueller Gewalt gezeichnete Lebensgeschichte in der
Schweiz Dieses Buch ist mehr als eine Betroffenen-Geschichte. Es ist das Produkt einer sechsjährigen Zusammenarbeit zwischen einer Frau, deren Kindheit von massiver sexueller Gewalt geprägt war, einem Journalisten und einer Fotografin. Ein Buch mit und über eine Frau, die ausgebeutet und misshandelt wurde. Ein Buch von zwei Frauen und einem Mann, die alle ihre eigene Geschichte einbringen, ihre Gefühle, ihre Verletzungen: Texte der Wut und Verzweiflung, des Mitgefühls und der Ungläubigkeit, Bilder des Zorns, der Angst und der Ohnmacht. Es ist die Umsetzung, mit dieser gemeinsamen Form die Distanz zwischen der Geschichte der Betroffenen und der Welt der Leserinnen und Leser zu verringern und dazu beizutragen, die Tabuisierung der Opfer von sexueller Gewalt aufzubrechen. Sonja wurde von ihrem Stiefvater schon mit neun Jahren regelmäßig vergewaltigt, er verkaufte sie an Verwandte und Zimmerherren und zwang sie mit 13 Jahren zur Straßenprostitution. Sonja unternahm mehrere Suizidversuche, landete in Heimen und in einer psychiatrischen Anstalt. Die Geschichte einer verratenen Kindheit in der Schweiz. Man kann ganz versinken in diesem Buch, das einen wie in einen Sog in die Geschichte hineinzieht - und ich las und las und immer wieder versank ich in den Anblick der Bilder - die so etwas wie eine Art passende, die Geschichte untermalende Traumbilder sind - das geschilderte Elend unterstreichen und einen in tiefe Dimensionen blicken lassen - und doch sind es nur Fotos, .z.B. das Foto einer kleinen mit schaumigem Wasser gefüllten alten Zinkbadewanne auf einem billigen Perserteppich mitten im Kapitel über eine erzwungene Abtreibung. (Sonja Kleinmann) (Veröffentlicht in P&P 2/2001)
Nun zu weiteren Veröffentlichungen... Armstrong, Louise: Kiss Daddy Good Night. Frankfurt/Main. 1985. Bieler, Manfred: Still wie die Nacht. Hamburg. 1989. Bronson, Catherine: Leben nach dem Inzest. Frauen überwinden traumatische Erfahrungen. München. 1993 Brownmiller, S.: Es geschah bei den Nachbarn. Tatsachenroman. Heyne, München, 1992 Cardinal, M.: Schattenmund. Rowohlt, Reinbeck, 1979 Chase, T.: Aufschrei. Das erschütternde Zeugnis einer Persönlichkeitsspaltung. Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach, 1988 Dirks, L.: Die liebe Angst. Rowohlt, Reinbeck, 1986 Dorpat, Christel: Welche Frau wird so geliebt wie Du? Berlin. 1982. Erfahrungsberichte und -verarbeitung Fraser, S.: Meines Vaters Haus. Claasen, 1988 Galey, Iris: Ich weinte nicht, als Vater starb. München/Zürich. 1991. Gardiner-Sirtl, Angelika: Als Kind mißbraucht. München. 1983. Glade-Hassenmüller, Heidi: Gute Nacht Zuckerpüppchen. Reinbek. 1989. Hassenmüller, Heidi: Zuckerpüppchen - was danach geschah. Recklinghausen. 1992. KAREDIG, A.: Zieh dich schon mal aus, ich hol inzwischen den Stock. Frankfurt/Main, 1990 LISON, K./ POSTON, C.: Weiterleben nach dem Inzest. Traumabewältigung und Selbstheilung. Hoffmann und Campe Verlag, 1989. Mebes, Marion: Ihr sagt: „verrückt" - ich nenne es überleben! In: Enders, Ursula (Hg.): Zart war ich, bitter war's. Volksblatt Verlag. Köln. 1990b. 71-74. Moggach, Deborah: Rot vor Scham. Reinbek. 1985; Morris, M.: Diesmal überlebe ich. Orlanda Frauenbuchverlag, Berlin, 1988 Piontek, M.: Mißbraucht. Meine verratene Kindheit. Heyne, München, 1992 Schreiber, Flora: Sybill. Frankfurt/Main. 1984. SPRING, J.: Zu der Angst kommt die Scham. Kösel Verlag, 1988. Walker, A.: Die Farbe Lila. Rowohlt, Reinbeck, 1984. Wolf, K.-P.: Der Kapuzenmann. Verlag am Galgenberg, Hamburg, 1992 Wolf, K.-P.: Traumfrau. Verlag am Galgenberg, Hamburg, 1989
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