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wpeB.jpg (13509 Byte)Sexualisierte Gewalt an M?chen

Unser kleines Geheimnis ...
Die Gef?le des Opfers

Der T?er gestaltet den ?ergang von Z?tlichkeiten, die das Kind mag, zum Missbrauch oft flie?nd. Die M?chen und Jungen sp?en, dass etwas nicht stimmt, sind verwirrt und best?zt, glauben aber, sich geirrt zu haben, hoffen, dieses seltsame Verhalten des Erwachsenen h?t bald auf. Meist wagen sie nicht, sich zu wehren, weil sie vielleicht den T?er lieben, weil sie ihm vertrauen, weil sie gelernt haben, zu gehorchen. Aber jedes Kind sendet in dieser Situation Signale des Unwillens und der Abwehr aus. Geht der sexuelle Missbrauch weiter, nehmen Angst und Widerwillen zu. Der T?er redet dem Kind Schuldgef?le ein Er sagt vielleicht: "Du willst das doch auch! Du hast Dich nicht gewehrt!" Viele M?chen und Jungen haben gelernt, dass Erwachsene immer recht haben und so suchen sie die Schuld bei sich: "Was habe ich falsch gemacht, dass er so etwas mit mir macht?"

Die M?chen und Jungen sch?en sich, weil sie glauben, schmutzig zu sein. Auch dieses Gef?l erzeugt der T?er. Mit der Zeit verlieren die Kinder das Vertrauen in andere Menschen, sie sind immer auf der Hut, immer misstrauisch. Aber sie verlieren auch das Vertrauen in sich selbst, denn sie zweifeln oft an ihrer eigenen Wahrnehmung. Der T?er sagt: "Das ist sch?, was wir machen". Das Kind f?lt : "Es ist eklig und tut weh". Da das Kind abh?gig ist vom Erwachsenen, ist es gezwungen, ihm zu glauben und denkt: "Er hat recht und ich spinne". Oft sind betroffene M?chen und Jungen ganz hin- und her gerissen in ihren Gef?len. Sie bekommen vom T?er auch Aufmerksamkeit, er unternimmt viel mit ihnen, macht Geschenke oder widmet ihnen Zeit. Sie m?en es, verw?nt zu werden und verabscheuen gleichzeitig die sexuellen ?ergriffe, glauben aber, damit F? die Zuwendung "bezahlen" zu m?sen. Das M?chen oder der Junge lebt in st?diger Angst und Unsicherheit, f?lt sich hilflos und ohnm?htig den entsetzlichen ?ergriffen ausgeliefert und glaubt noch, selbst dran schuld zu sein. In dieser Situation versucht der T?er, das Kind mit allen Mitteln zu hindern, sich jemandem anzuvertrauen. Er erpresst mit Liebe und Zuneigung: "Du hast mich doch liebt. Wenn du was sagst, werde ich krank, ... bin ich ganz traurig ... komme ich ins Gef?gnis." Er entfremdet das M?chen oder den Jungen von seinen engsten Vertrauenspersonen: "Wenn Du was sagst, hat der Papa Dich nicht mehr lieb, ... kommst Du ins Heim, ... stirbt die Mama vor Kummer." Er macht noch mehr Schuldgef?le: "Wenn Du was sagst, denken alle schlecht von Dir, niemand will mit Dir etwas zu tun haben. Alle werden denken, Du l?st." Er bedroht: "Wenn Du was sagst, schlag ich Dich tot." Er macht Angst: "Wenn Du was sagst, bring ich Dein Meerschweinchen um."

Der Zwang, das schreckliche Geheimnis zu wahren, belastet betroffene Kinder in h?hstem Ma? Wenn hinzukommt, dass im Umfeld der M?chen und Jungen, z.B. im Kindergarten, in der Schule oder in der Familie nicht angemessen ?er Sexualit?, Gewalt oder gar sexuelle Gewalt gesprochen wird, glauben viele betroffenen M?chen und Jungen, sie seien die einzigen, denen sexuelle Gewalt widerf?rt. Sie f?len sich einsam und allein, von aller Welt im Stich gelassen. Und wenn sie trotz allem den Mut aufbringen, etwas zu sagen oder anzudeuten, wird ihnen oft nicht geglaubt.

Dieser Text stammt aus der Brosch?e: "Gegen den sexuellen Missbrauch an M?chen und Jungen. Ein Ratgeber F? M?ter und V?er", herausgegeben von der Aktion Jugend Schutz.)


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