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Meister und Geister
problematische Sekten & Kulte
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Psychokulte
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Neureligiöse Bewegungen
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Alternative Religiösität
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Therapeutische Zirkel
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Psychotraining
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Managementtraining
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Geheimbünde
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Konfliktträchtige Gruppen
Problematische
Weltanschauungen
Es gibt
viele konfliktträchtige Gruppen und Organisationen in unserer Gesellschaft:
darunter religiös-welt-anschaulich geprägte, politisch-gesellschaftskritische,
solche, die Lebens- und Selbsthilfe anbieten u.v.m. Allen diesen Gruppierungen –
die oft plakativ als Sekten bezeichnet werden – ist gemeinsam, dass sie den
Menschen ein besseres, intensiveres und sinnvolleres Leben versprechen und
behaupten, langfristig die Welt verbessern zu können.
Ist das
prinzipiell schlecht? Nein, aber versprechen lässt sich viel… Und wer Probleme
hat und diese möglichst rasch in den Griff bekommen will, fühlt sich schnell gut
aufgehoben, wenn ihm freundlich Hilfen und Lösungen angeboten werden. Werbung
und Überzeugungstechniken der verschiedenen Gruppierungen wären wirkungslos,
wenn sie nicht auf eine ansprechbare Bereitschaft Einzelner treffen würden. Nur
wenn diese Vorhanden ist, wirken die großartigen Versprechungen faszinierend und
verführerisch. Auch das Unbehagen an der Realität und die Suche nach dem Sinn
des Lebens, Können Motive für eine Kontaktaufnahme sein.
Wichtig
ist deshalb, zu wissen worauf man sich einlässt. Wer gut informiert ist – z.B.
über die Ziele, Methoden, Strukturen und Ideologien dieser Gruppen – läuft nicht
so leicht Gefahr, sich verführen und für andere Zwecke missbrauchen zu lassen.
Diese
Informationen sollen helfen, die gefährlichen Praktiken, Gruppen und
Organisationen von den harmlosen, oder hilfreichen unterscheiden zu können. Für
weitergehende Informationen und bei Wunsch nach Beratung sollten Interessierte
Kontakt zu den hier genannten Institutionen aufnehmen.
Woran kann
ich eine konfliktträchtige Gruppierung bzw. Organisation erkennen?
(Wenn zwei oder mehrere der nachfolgenden Aussagen zutreffen, sollten nähere
Informationen eingeholt werden. Fachkundige Ansprechpartner/innen siehe
Rückseite)
- Die Gruppe
behauptet, das Wissen und die Methoden zu besitzen, um die Probleme dieser
Welt zu lösen.
- Die Gruppe
bietet mir die vollständige Lösung meiner persönlichen Probleme bzw. die
Erfüllung meiner Wünsche an. Sie verspricht mir, mit ihrer Hilfe ein völlig neuer Mensch zu werden.
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Man fordert mich auf, mich ganz der Gruppe anzuvertrauen – andere
Lösungsmöglichkeiten seien untauglich.
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Seitdem ich Interesse bekundet habe, versucht man, mich mit allen Mitteln zur
Mitgliedschaft zu bewegen (durch Tests, Gespräche, Seminare, Lektüre usw.) Ich erhalte Anrufe, Zuschriften, Besuche und Einladungen.
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Mir fällt auf, dass es innerhalb der Gruppe keine kritischen Einwände gegen
ihr Weltbild, oder ihre Methoden gibt bzw. nicht
erwünscht sind.
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Wenn ich (kritische) Fragen an die Gruppenmitglieder stelle, werde ich auf
einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Man gibt mir zu verstehen, dass ich noch nicht reif genug für die Antworten sei.
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Die Gruppe benutzt Symbole, Zeichen oder Fachausdrücke, die ich nicht kenne, deren Bedeutung sich mir jedoch im Laufe der Zeit
erschließen soll.
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Die Gruppe ist hierarchisch strukturiert. An ihrer Spitze steht eine Person
(Gründer/in, Führer/in), welche absolute Autorität besitzt und augenscheinlich sehr verehrt wird.
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Die Mitglieder der Gruppe fühlen sich als Elite, als Auserwählte. Sie strahlen
ein deutliches Sendungsbewusstsein aus und sind erfüllt
von einem starken Missionierungsdrang.
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Die Gruppenmitglieder vermitteln einen auffallend glücklichen und besonders
freundlichen Eindruck. Alles wirkt sehr harmonisch. Man ist immer „gut drauf“.
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Dennoch beschleicht mich ein unbehagliches Gefühl, das ich mir nicht erklären
kann.
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Wer nicht „gut drauf“ ist, dem/der wird vorgeworfen, dass er/sie etwas falsch
gemacht haben muss – nicht die Gruppe! Er/sie wird öffentlich
kritisiert, isoliert, verstoßen… Er/sie muss sich schuldig bekennen und
bestimmten Maßnahmen unterziehen, um rehabilitiert zu werden.
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Ich habe den Eindruck, dass die Mitglieder der Gruppe kaum noch ein Privatleben führen. Eigene Wünsche und Interessen
müssen sie den Gruppenzielen unterordnen.
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Menschen außerhalb der Gruppe – insbesondere Kritiker und ehemalige Mitglieder
– werden abgewertet (als unwissend, krank oderböse bezeichnet) oder einfach
nur bedauert, weil sie nicht im Besitz der „Wahrheit“ sind.
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Man erwartet von mir, dass ich alle Aktivitäten und Kontakte außerhalb der
Gruppe (Freundeskreis, Sport, Hobbies, Urlaub, u. U. sogar Schule und Aus-Bildung) aufgebe bzw. auf ein Minimum reduziere.
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Die Versprechungen und Verheißungen der Gruppe lösen in mir widersprüchliche
Gefühle aus: einerseits faszinieren sie mich, andererseits glaube ich nicht so
recht daran.
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Trotz einiger Bedenken, bin ich fest davon überzeugt, die Situation jederzeit
im Griff zu haben.
Im
Zweifelsfall…
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Informationsmaterialien anfordern und/oder sich beraten lassen!
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Sich nicht kurzfristig entscheiden, sondern in Ruhe prüfen.
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Keine vorschnelle Unterschrift leisten (eine Nacht darüber schlafen)!
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Freunde, Verwandte, andere zu Rate ziehen!
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Vorsicht bei kostenlosen Persönlichkeitstests und sog. Schnupperangeboten!
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Kurse und Veranstaltungen beim ersten Mal nicht alleine besuchen!
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Kritische Distanz hat nichts mit Unhöflichkeit oder Ablehnung zu tun!
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Selber Nachdenken lohnt! Gesunde Skepsis schadet nicht!
Für Eltern, Freunde und andere
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Sich informieren! Rat und Unterstützung holen!
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Mit dem/der Betroffenen in Kontakt bleiben!
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Seine/ihre Gründe und Motive herausfinden und ernst nehmen!
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Keine pauschale Kritik oder gar Verurteilungen aussprechen, sondern eigenen
Standpunkt verdeutlichen!
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Positive Aspekte zugeben und anerkennen!
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Sich nicht davor scheuen existenzielle Lebensfragen (Sinn, Zukunft, Krankheit, Tod, etc.) zu thematisieren!
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Gefühlsäußerungen, Ängste und Sorgen auf beiden Seiten zulassen!
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Fähigkeiten und Stärken des/der Betroffenen hervorheben und fördern!
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Sinnhaftes miteinander tun und gemeinsam Alternativen entwickeln!
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