Selbstverteidigung

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Selbstverteidigung Mädchenarbeit Jungenarbeit

Sunny Graff, Birgit Rieger

Mädchen sind unschlagbar!

Selbstverteidigung kannst du lernen!
Ravensburger Buchverlag
ISBN 3-473-35885-1

Die Angst vor (sexueller) Gewalt an Kindern geht um. Eltern Fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder und übertragen ihre Ängste vor allem auf ihre Töchter. Das ist gefährlich. Denn: auch Angst schafft Opfer. Selbstbewusstsein macht stark, Angst macht schwach! In Selbstverteidigungskursen schon Für Grundschüler lernen Kinder nicht nur die Techniken der Selbstverteidigung - Mut, Stärke und Widerstandskraft werden geweckt. Sie müssen vor allem Selbstsicherheit erwerben -- in ihrem Auftreten, in der Körpersprache, durch bewusste Wortwahl und Artikulation. Denn Täter suchen Opfer, und selbstbewusste Mädchen nehmen diese Opferrolle nicht an.

Dieses Buch will Mädchen Für brenzlige Situationen sensibilisieren und sie ermutigen „Nein" zu sagen. Mädchen sollen lernen, sich in einem zunehmenden gewaltbereiten Umfeld zu behaupten, sich ihrer eigenen Waffen wie Verstand und Willensstärke bewusst zu sein und sich gegebenenfalls zu verteidigen.

Ganz praktisch, mit vielen Situationsbeispielen und Handlungsvorschlägen, werden hilfreiche Verhaltensweisen eingeführt. Es werden auch konkrete Verteidigungstechniken Für den Fall eines Übergriffs vermittelt. Dabei wird gezeigt, wie man Schwachpunkte des Täters nutzt, was alles als Waffe dienen kann und wie man sich Hilfe verschafft.

Aufgezeigt wird, wie man gefährliche Situationen im voraus erkennt- z.B. auf Partys, auf dem Nachhauseweg, in Verkehrsmitteln und sich vorbeugend schützt zu Hause, in der Schule, in Gesellschaft. Es wird analysiert, wer alles zum Täter werden kann und wie Mädchen im jeweiligen Fall reagieren sollten. Auch auf die Gewaltsituation in der Familie wird ausführlich eingegangen, denn die Täter von Missbrauch kommen überwiegend aus dem Familien- oder näheren Bekanntenkreis. Auswege werden aufgezeigt.

Was tun, wenn es wirklich passiert ist?: Hier helfen sachliche Information und einfühlsames Aufzeigen von Hilfsmöglichkeiten weiter.

Ein engagiertes Buch, das aufrüttelt, Zusammenhänge aufzeigt, praktische Verhaltensanweisung gibt und Mädchen stark macht.

Sunny Graff ist international anerkannte Spezialisten Für Selbstverteidigung von Frauen und Mädchen. Ihr System „Jede Frau und jedes Mädchen kann sich wehren!" wurde von hunderten ausgebildeter Lehrerinnen weltweit unterrichtet. Sie führt in Frankfurt den Verein „Frauen in Bewegung" und das Institut Für Basisgymnastik. Sunny Graff ist Meisterin 6. Dan und Weltmeisterin (1979) in Taekwondo, 3. Dan in Shinson Hapkido, 3. Dan in Modern Arnis und 1. Dan in Lapunti Arnis de Abanico. Sie ist Autorin von „Mit mir nicht! Selbstverteidigung und Selbstbehauptung im Alltag!" Orlanda Verlag, 1995.

Das Buch ist inhaltlich ansprechend gestaltet und originell illustriert. Es lädt ein, es immer mal wieder aufzuschlagen und darin zu schmökern. Es fordert deutlich auf, nicht nur auf sich selbst zu schauen, sondern auch Für andere einzutreten und hält unkonventionelle und originelle Ratschläge bereit, ohne zu belehren. Sehr empfehlenswert! (AM) (Veröffentlicht P&P 2/2001)


Selbstverteidigung Für Mädchen:
Ich hab' von allem was dazugelernt...

Neue Ansätze in der Mädchenarbeit. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Modellprojekt „Macht uns nicht an!"

ISBN 3-89771-351-9

"Ich hab von allem was dazugelernt..." dokumentiert einen ganz neuen ganzheitlichen Ansatz in der pädagogischen Arbeit mit Mädchen. Im Rahmen eines Modellprojektes, in dem Jugendhilfe, Schule und kommunale/regionale Frauenförderung mit wissenschaftlicher Begleitung zusammenwirken, schrieben Mädchen das im letzten Jahr erschienene Buch „Macht uns nicht an!" (Rezension in Heft 1/1999)

Der jetzt vorliegende Titel ist zugleich Auswertung und Vertiefung in pädagogischer Hinsicht. Er gibt Einblicke in die Entstehungsgeschichte und den Verlauf des Projektes und stellt Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung vor. Sozialpädagoginnen und Lehrerinnen sowie interessierte Eltern erhalten hier zahlreiche methodische Anregungen Für ihre Arbeit mit Mädchen.

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STADT ASCHAFFENBURG,
GLEICHSTELLUNGSSTELLE Für FRAUEN 
informiert über ihr Projekt

Das 185 Seiten starke Buch kann in der Gleichstellungsstelle im Rathaus, Dalbergstr. 15, 63739 Aschaffenburg, Zimmer 213 Kontakt über Dr. Hiltrud Höreth, Gleichstellungsbeauftragte 06021-330418.

Das Buch „...es geht nicht um irgendeine Gegenwehr, sondern um eine wirkungsvolle", der Selbstverteidungstrainerin Sandra Bauer und der Leiterin der Gleichstellungsstelle, der Stadt Aschaffenburg Dr. Hiltrud Höreth gibt einen
überblick über die Forschungsergebnisse zur sexuellen Gewalt, geht auf die Ursachen ein und befasst sich mit der Gegenwehrbereitschaft von Frauen und Mädchen. Die Autorinnen stellen ihr Konzept Für Selbstverteidigungs-/Selbstbehauptungsseminare im Sportunterricht Für Mädchen vor und beschreiben die Durchführung der Seminare an
Aschaffenburger Schulen von 1995 bis 1999.

Seit 1992 bietet die Gleichstellungsstelle der Stadt Aschaffenburg zusammen mit anderen Institutionen Selbstverteidigungskurse Für Frauen an. Immer wieder wurde der Wunsch geäußert, solche Kurse auch an Schulen anzubieten. So geriet der Schulsport in diesen Blickpunkt. Im Januar 1995 gelang es, das Projekt im Rahmen des Sportunterrichts in Schulen zu integrieren.

Die Konzeption der Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungsseminare Für Schülerinnen basiert auf einem handlungsorientierten Ansatz, der sich auf das tatsächliche Erscheinungsbild sexueller Gewalt bezieht. Durch die Seminare soll die positive Selbstwahrnehmung der Teilnehmerinnen gefördert werden, die sich an Selbstbestimmung und Selbstsicherheit ausrichtet. Die Trainerin geht dabei auch auf innere und äußere Widersprüche ein, die durch soziale Rollenerwartungen, irreführende Annahmen zur sexuellen Gewalt und fehlendes Handlungsrepertoire ausgelöst werden. Die Vermittlung angemessener Gegenwehrhandlungen orientiert sich an der jeweiligen Altersgruppe und den persönlichen Erfahrungen der Teilnehmerinnen. Alle Schülerinnen sollen lernen, mit der Bedrohung durch sexuelle und körperliche Gewalt umzugehen. Sie setzen sich mit sexueller Gewalt und/oder der Angst vor übergriffen auseinander, erkennen die daraus resultierenden Einschränkungen, werden gestärkt, ihr Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung im Alltag einzufordern.

Zwischen 1995 und 1999 haben insgesamt 339 Schülerinnen im Alter von 14 bis 25 Jahren an einem Selbstbehauptungs- und
-verteidigungstraining während des Unterrichts teilgenommen. Die Kurse wurden in 7 Hauptschulen, 1 Gymnasium, der Fachoberschule und der Fachakademie Für Sozialarbeit durchgeführt und anhand von anonymen Fragebogen evaluiert werden.
 

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