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Erwin Grosche
"Das Schönste überhaupt"
Deutscher
Taschenbuch Verlag
dtv. junior70501, München 1998, ISBN 3-423-70501-9. |
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In diesem Buch geht es eigentlich um die erste große Liebe
von der ersten bis zur letzten Geschichte. Ob Junge oder Mädchen, beide
erfahren recht früh die große Liebe oder die erste Abfuhr. Wenn man
aufmerksam liest, kann man sogar den einen oder anderen Tipp Für die erste
große Liebe herausbekommen. Es sind sogar ein paar
Gedichte in diesem Buch enthalten über seltsame Liebe und so weiter. Wenn
Sie wissen wollen woher das Wort Schokolade oder Berliner (Pfannkuchen)
stammt, lesen sie einfach dieses Buch. Es hat mir persönlich recht gut
gefallen. Ich habe dieses Buch gleich angefangen zu lesen und konnte kaum
mehr aufhören, da es sich recht flüssig liest.
Dieses Buch empfehle ich Für Kinder und
Jugendliche ab 12 Jahren. Also Kompliment von Oliver Sieron an dtv. junior
und Erwin Grosche. (Oliver Sieron, 14 Jahre aus Berlin). |
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Jutta
Bauer, Kirsten Boie
Juli und die Liebe
Beltz&Gelberg,
ISBN 3-407-79231-X |
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Juli hat Streit
mit seiner langjährigen Freundin Katrin - er hat sich an der Schaukel
vorgedrängelt und nun droht Katrin, ihn nicht zu heiraten oder schlimmer
noch, sich scheiden zu lassen! Dann schaut sich Juli eben nach einer anderen
um...
Sehr liebevoll wird
hier beschrieben, mit welchen Gefühlen Mädchen und Jungen im
Kindergartenalter zu kämpfen haben, wenn die Herzen Für eine/n höher
schlagen als Für alle anderen! Geschichten mit Juli als Hauptfigur gibt es
auch auf Hörspielkassetten und gefallen mir dann besser als die Bilder im
Buch. Hier sei als Beispiel genannt: "Kein Tag Für Julie" (Jumbo, Neue
Medien und Verlag, Hamburg) mit Geschichten die mir vor Lachen Tränen in die
Augen trieben!
Die Texte allerdings sind umwerfend,
egal ob auf der Kassette oder im Buch und irgendwie "Originalton Kind". Die
Geschichten von Jutta Bauer und Kirsten Boie sind sehr liebevoll und zeugen
von einer großen Nähe und Liebe zu Kindern. Daher ist dieses Buch sehr
geeignet, um mit Kindern über die ersten Erfahrungen und Gefühle zu anderen
Menschen zu sprechen, die Für sie eine besondere Bedeutung erlangt haben.
(Angela May) |
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Cornelia Ziegler
Angela Weinhold
Das will ich wissen
Mein Körper
Arena. 1998.
ISBN3-401-04712-4 |
| Anne liegt
mit einer dicken Grippe im Bett. Plötzlich sitzt die Hexe Xenia an ihrer
Seite. Sie will mit Anne eine Reise durch den menschlichen Körper
unternehmen. An Xenias Besen fliegen die beiden durch die Blutbahnen und
Anne lernt dabei viel über das Skelett und die Muskeln, die Nerven und das
Gehirn, die Atmung, den Weg der Nahrung und die Sinnesorgane. So erklären
die lustigen Sachgeschichten die Funktion des menschlichen Körpers zugleich
unterhaltsam und informativ.
Dieses Buch ist als
Sachbuch Für ErstleserInnen konzipiert und recht anschaulich und
altersentsprechend in eine kleine Geschichte gehüllt. Allerdings fehlen
gänzlich die Sexualorgane, womit das Buch eine erhebliche Lücke hinterlässt;
außerdem fehlt der Bereich „Gefühle und Gedanken", was ich sehr schade
finde. Die Idee von der Einheit von „Körper, Geist und Seele" konnte sich
hier leider nicht durchsetzen. (Angela May) |
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Manfred Mai
Vom Schmusen und Liebhaben
Loewe, 1991. |
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Das Kurzgeschichtenbuch behandelt verschiedene Themen rund um
das Thema Sexualität und ist kindgerecht und teilweise witzig geschrieben.
Allerdings fällt es Herrn Mai noch schwer zur Kenntnis zu nehmen, dass
Frauen sexuelle Lust vorwiegend durch die Stimulierung der Klitoris und
weniger durch die der "Scheide" erleben. So entsteht Erklärungs- und
Ergänzungsbedarf, will man Mädchen und Jungen nicht auf einen sexuellen
Irrweg schicken. Natürlich wird auch das Thema "Homosexualität" erwähnt,
aber wie meist, durch einen Mann repräsentiert. Trotzdem ist das Buch
durchaus geeignet, mit Kindern über das Thema Sexualität ins Gespräch zu
kommen und schließlich sind "schiefe" Darstellungen ja durchaus auch
geeignet, über diese Sachverhalte ins Gespräch zu kommen und diese dann
richtig zu stellen. |
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Frank Herrath,
Uwe Sielert
Lisa & Jan
Ein Aufklärungsbuch Für
Kinder und ihre Eltern.
Mit einer ausführlichen Elterninformation.
Beltz Verlag. 1991. ISBN 3-407-83111-0 |
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Aus dem Klappentext: "Sexualaufklärung Für Kinder ist etwas zum Sehen und
Begreifen, zum Zuhören und Erleben zum Fühlen und zum Spaß. Dieses
Bilderlesebuch ist lustig, deutlich und so lebendig, wie ein Buch es sein
kann. Es erzählt von Körpern und Gefühlen, kleinen und großen Menschen, von
der Lust der Sexualität und den Schwierigkeiten mit ihr, von Geburt und
Wachsen, von Mädchen und Jungen, von Freude und Unannehmlichkeiten, vom
ganzen Leben, großen Wünsche n und kleinen Geheimnissen. Es hat Bilder und
Lieder, ein begleitendes, Rat
gebendes Elternheft und Erzähltexte, die Kinder verstehen. Jan und Lisa,
ihre Geschwister, Eltern, Verwandte und Freunde sind ganz besondere Menschen
- so wie alle Menschen. Ihre Sexualität ist ein Teil ihres Lebens -
spannend, wichtig, verletzlich, nicht ganz einfach, aber sehr natürlich.
Dieses Bilderlesebuch macht aus dem sexuellen Leben kein Geheimnis und
trennt es nicht aus dem Alltag heraus." Kritik: Lisa und Jan werden vorgestellt – mit ihren
Vorlieben und Abneigungen, wie sie wohnen und leben. Dann, unvermittelt,
sind zwei Mädchen beim "Mensch-ärgere-dich-nicht" -Spielen. Die eine spreizt
die Schamlippen, die andere ohne Hose und Unterhose, fasst sich mit der Hand
zwischen die Beine. Spielen Kinder im Altern von 6-7 Jahren so
"Mensch-ärgere-dich-nicht"? Daneben wird ein nackter Junge abgebildet, der
unter der Bettdecke mit der Taschenlampe seinen Penis beim Masturbieren
betrachtet. Der dazugehörige Text geht aber der Frage nach, welche
Unterschiede es zwischen Mädchen und Jungen gibt. Doch hoffentlich nicht
die, dass Mädchen ihre Schamlippen spreizen und Jungen masturbieren!?
Vielmehr bekommen wir folgende Auskunft: "Mädchen haben eine Scheide (Möse,
Schlitz), Jungen haben einen Pimmel (Penis, Schwanz, Glied)." Nun wissen wir
es endlich! Oder doch nicht? Dass Mädchen und Jungen sich in mehr Details
als "Scheide" und "Pimmel" (man beachte die unterschiedlich konnotierte
Wortwahl!) unterscheiden, will m(M)an(n) wohl nicht wahrhaben...
Auf dem nächsten Bild finden wir eine
illustre Gesellschaft eines FKK-Clubs (?), doch eingegangen wird auf die
vielen nackten Menschen verschiedenen Alters keineswegs, der Text passt
hier, wie so häufig in diesem Buch, nicht zur Illustration.
Auch die nächsten Seiten enthalten
bemerkenswerte Abbildungen: Es wird so getan, als sei es alltäglich, dass
ein Mädchen keine Unterhose trägt und wie selbstverständlich den Rock hebt,
um einem Jungen ihre "Möse" zu zeigen oder sie sich an einem Baumstamm auf
dem Spielplatz "wund scheuert", weil es rittlings mit nacktem Unterkörper
auf dem Baumstamm sitzt...
Bei Jungen hingegen scheint es Üblich
zu sein, dass sie sich gegenseitig den Pimmel streicheln, wobei einer
angezogen, der andere ausgezogen ist. Und die Kraft, die wir aufgewendet
haben, den Jungen beizubringen, dass das Pinkeln im Stehen unhygienisch ist,
wird hier konterkariert, weil der Junge im Stehen pinkelt....
Insgesamt ist das Buch eines der
schlechtesten, das wir zu dieser Thematik gesehen haben und es wundert uns,
dass es beständig seit 1991 immer wieder in Literaturlisten zu finden ist.
Verworrene Bilder ohne Zusammenhang mit dem Text, sexualisierter Alltag bei
gleichzeitiger unpräziser Sprache und isolierten Situationen. Denn insgesamt
wird uns und vor allem den Kindern verschwiegen, woher die Lust kommt, von
der immerzu geredet wird. Dafür kommt aber prompt ein Kind, nachdem ein
Geschlechtsverkehr dargestellt wurde. Hat Sexualität letztlich doch wieder
nur Fortpflanzungsfunktion? |
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Grete Fagerström,
Gunilla Hansson
Peter, Ida und Minimum
Familie Lindström
bekommt ein Baby
Otto Maier Verlag. Ravensburg |
| Das Buch
halte ich Für die Altersgruppe ab 5 Jahren geeignet. Es ist ein recht
umfassendes Werk, in dem es nicht nur um die Erklärung eines biologischen
Prozesses geht.
Die Comic-Form macht es sehr
ansprechend Für Kinder, und auch leseungeübte Kinder können sich gut mit dem
Buch allein beschäftigen.
Mit einfachen Worten und in Für Kinder
vorstellbare Art und Weise wird geschildert wie ein Kind entsteht, wie es im
Mutterleib wächst, wie es geboren wird und wie sich das Familienleben
verändert.
Die sozialen Kontakte der Familie
spielen eine wichtige Rolle, und Themen wie Freundschaft, Liebe, allein
erziehende Eltern sowie das Leben in der Großfamilie werden benannt. Durch
Wort und Bild werden die Kinder angeregt, Fragen zu stellen und sind
aufgefordert, noch einmal zu reflektieren. Die Formulierungen bieten auch
Für Erwachsene eine gute Hilfestellung, auf einfache Kinderfragen eine
kindgerechte Antwort zu geben. ( |
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Sonja Härdin
Wo kommst Du her?
Ein Aufklärungsbuch der Profamilia
Vertriebsgesellschaft.
Illustrationen von Dagmar Geisler.
Bindlach 1995, Loewe Verlag |
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Dieses Buch richtet sich an Erwachsene, die mit Kinderfragen zur Sexualität
konfrontiert werden, und möchte Anregungen zu einem offenen Gespräch bieten. Das Buch hält meiner Meinung nach nicht das, was es
verspricht, nämlich neben der biologischen auch die lustvolle Seite der
Sexualität gleichwertig zu behandeln. Es verfällt stark in biologistische
Sichtweisen und stellt auch in dieser Hinsicht vieles verkürzt dar.
Weiterhin werden Sexualität und Schwangerschaft (unzutreffend) als
zusammenhängend dargestellt, Verhütungsmittel werden einmal kurz erwähnt,
jedoch ohne verschiedene zu nennen, lediglich ein Kondom wird gezeigt.
Weiterhin wird die weibliche Sexualität
auf die Scheide beschränkt, der Begriff Klitoris bleibt unerwähnt, die
männliche Sexualität wird etwas detaillierter beschrieben, aber wiederum
verkürzt auf die biologische Sichtweise. Neben dem erklärten, aber nicht
erfüllten Willen, auch die lustvolle Seite der Sexualität darzustellen, wird
über die möglichen nicht lustvollen Seiten der Sexualität (und einer
Schwangerschaft: Abbruch, etc.) Stillschweigen bewahrt. Homosexuelle
Sexualität fehlt gänzlich, (Im Rahmen der Titelfrage "Wo kommst Du her?"
auch schwierig umzusetzen), ebenso bleibt im Rahmen der Vorstellung
verschiedener Lebensformen die homosexuelle Lebensweise unerwähnt und die
Form der Kleinfamilie bleibt unangetastet, da sie den äußeren Rahmen eines
möglichen Gespräches in dem Buch stellt. ("Vielleicht haben Mama und
Papa oder irgend jemand anderes schon mal mit Dir darüber gesprochen.")
Abschließend stellt sich die Frage, ob
ein Aufklärungsbuch in dieser Herangehensweise ("Wo kommst Du her?")
sinnvoll ist, da es die Biologie geradezu auf den Plan ruft. Andere
"Aufhänger" wie Gefühle, Schmusen, Streicheln, mein Körper, etc. können von
der lustvollen Seite der Sexualität ausgehen (Sexualität nicht auf den
Geschlechtsverkehr beschränken, wie dies hier überwiegend geschieht "Der
Orgasmus ist der Höhepunkt beim Miteinanderschlafen.") und dann zur Biologie
kommen, denn meiner Meinung nach ist nicht biologische Seite der Sexualität
die Für die erste Aufklärung richtige, um Kinder vor sexualisierter Gewalt
zu schützen. Auch könnte in dieser Herangehensweise homosexuelle und
heterosexuelle Sexualität gleichwertig dargestellt werden. Sicher ist es
schwierig ein Aufklärungsbuch möglichst kurz zu gestalten, damit es nicht
überfordert, wenn es mit Kindern zusammen gelesen wird, jedoch findet hier
m.E. eine Fehlgewichtung der Inhalte statt, die im Gespräch mit Kindern
gerade zu rücken, viel
Kenntnis und Sensibilität erfordert.
Sandra Chryselius |
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