Täter

Website der BAG P&P e.V.
Inhaltsverzeichnis
Verein
Sexuelle Gewalt
Veröffentlichungen
Aktuell
Spende statt Geschenke
weitere Themen
Kooperation
Kontakt

Ursachen
Wer
Anzeichen

Basiswissen Definition Opfer Tatorte Täter Mütter Medien Hilfe Vorbeugung Español

Wer übt sexualisierte Gewalt aus?

"Wer tut denn so etwas....?"
"Die sind doch alle krank...!"
"Die gehören an die Wand gestellt....!"
"Die gehören lebenslang hinter Gitter..."
"Die haben einen unbezwingbaren SEX-Trieb...!"
"Das sind doch alles arme Schweine...!"
"Die sind frustriert von ihrer Frau, die will zu selten..."

Das sind alles Aussagen, die wir gehört oder hier im Netz gelesen haben. Allein diese Aussagen führen in die Irre. Wir wollen hier mit einigen Mythen aufräumen, die sich um die Täter sexualisierter Gewalt ranken und uns allen das Leben schwer machen, die wir mit sexuell missbrauchten Kindern zu tun haben und erreichen wollen, dass langfristig Maßnahmen ergriffen werden, die...

...mit dazu beitragen, unsere Kinder vor sexuellen übergriffen zu schützen. Durch Aufklärungs- und Präventionsprogramme können wir Kinder über sexualisierte Gewalt informieren und ihnen Strategien vermitteln, wie sie Gefahrensituationen besser einschätzen lernen um sich selbst helfen oder bei anderen Hilfe zu suchen.

  ... deutlich werden lassen, dass es keine "Monster" sind - weit weg von "uns". Sexualisierte Gewalt wird häufig erst wahrgenommen, wenn ein Kind vergewaltigt oder getötet wird. Es muss endlich klar werden, dass sexualisierte Gewalt  schon viel früher anfängt: Am Anfang sind es nur  sexuelle Phantasien von Mädchen und/oder Jungen, es folgt  der Konsum  pornographischer Fotos, später Filme, dann werden die Phantasien im (asiatischen oder osteuropäischen) Ausland realisiert und schließlich in der eigenen Umgebung praktiziert. Ob durch ein Foto, einen Film oder im realen Leben, sexualisierte Gewalt ist immer und überall schädigend Für ein Kind. Jedes pornographische Kinderfoto, das jemand betrachtet, dokumentiert, dass  ein Kind sexuell missbraucht wurde.

Aber nun zu den Tätern (Auszüge aus: Angela May: Nein ist nicht genug. Ruhnmark 1997)

Täterverhalten

Wir können auf verschiedenen Ebenen mit Tätern zu tun haben. Innerhalb...

...der eigenen Familie

...des Freundes- und Bekanntenkreise

...der Nachbarschaft

...des KollegInnenkreises

...im Kindergarten, in der Schule, im Verein, in der Kirche...

Wir möchten Ihnen einige Hinweise geben, die Sie aufmerksam machen sollten und dazu führen müssen, sich die Motivation und den Zusammenhang der Handlungen näher zu betrachten.

Die Entstehung und Ausübung von Täterverhalten wird unterschiedlich interpretiert.

Einerseits wird es als Folge der männlichen Sozialisation und als Teil der männlichen Gesellschaftsordnung gesehen, das von Männern erwartet, über andere Macht auszuüben und sich zu "behaupten". Andererseits wird es verstanden als Ausdrucksmöglichkeit eines machtlosen Menschen, der sexualisierte Gewalt als Kompensation von Hilflosigkeit und Ohnmacht ausübt. Indem er sexuelle Gewalt anwendet, das Opfer demütigt und ihm demonstriert ein ‘richtiger Kerl’ zu sein, kann er sich beweisen, dass er mächtig und stark ist. Ein weiteres Erklärungsmodell zur Täterentwicklung besteht in der Annahme, dass sich das missbrauchte männliche Kind mit ehemaligen Missbraucher identifiziert und hierin eine Möglichkeit sieht, eigene Opfererfahrungen und Ohnmachtgefühle zu überwinden. Dies erklärt jedoch nicht, warum Mädchen, die ja um ein Vielfaches häufiger Opfer sexualisierter Gewalt sind, diese Reaktion sehr viel seltener zeigen. Sehr viele Mädchen stehen sehr wenigen Jungen als Opfer gegenüber, werden aber sehr viel seltener später Täterinnen.

Link: Ist denen überhaupt zu helfen? Möglichkeiten der TÄTERTHERAPIE

Link: Literaturliste über Täter und zur Arbeit mit Tätern

Wer sich auf eine kritische Auseinandersetzung zum Umgang mit Tätern einlassen will, dem sei das Buch von: Andrew Vachss und Klaus Leggewie: Über das Böse empfohlen. 

Ansonsten empfehlen wir unsere Literaturliste zum Thema


© Diese Seite gehört zur I nternetpräsenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Prävention & Prophylaxe e.V.

Basiswissen ] Definition ] Opfer ] Tatorte ] [ Täter ] Mütter ] Medien ] Hilfe ] Vorbeugung ] Español ]

Inhaltsverzeichnis ] Verein ] Sexuelle Gewalt ] Veröffentlichungen ] Aktuell ] Spende statt Geschenke ] weitere Themen ] Kooperation ] Kontakt ]

Achtung: Aufgrund unerträglicher Belastung durch Spam-Mails haben wir einen Schutz installiert, der gnadenlos alle Werbemails löscht. Falls Sie von uns in angemessener Zeit keine Antwort erhalten, versuchen Sie es bitte auf anderen Kommunikationswegen! Danke für Ihr Verständnis!

© http://www.praevention.org, Hohenzollernstr, 8  D-12307 Berlin, Phone: +49-30-76503104,  Fax: +49-30-76503105 mail: info(at)praevention.org   letzte Aktualisierung am: 29. May 2009

Haftungsausschluss für abmahnwütige Anwälte: Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt! Sollte irgendwelcher Inhalt oder die designtechnische Gestaltung der Seite fremde Rechte Dritter oder gesetzliche Bestimmungen verletzen oder anderweitig in irgendeiner Form wettbewerbsrechtliche Probleme hervorbringen, so bitte ich unter Berufung auf § 8 Abs. 4 UWG, um eine angemessene, ausreichend erläuternde und schnelle Nachricht ohne Kostennote. Ich garantiere, dass die zu Recht beanstandeten Passagen oder Teile dieser Seite in angemessener Frist entfernt bzw. den rechtlichen Vorgaben umfänglich angepasst wird, ohne dass von Ihrer Seite die Einschaltung eines Rechtsbeistandes erforderlich ist. Die Einschaltung eines Anwaltes, zur für den Dienstanbieter kostenpflichtigen Abmahnung, entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen und würde damit einen Verstoß gegen § 13 Abs. 5 UWG, wegen der Verfolgung sachfremder Ziele als beherrschendes Motiv der Verfahrenseinleitung, insbesondere einer Kostenerzielungsabsicht als eigentliche Triebfeder sowie einen Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht darstellen.